Informationen zur Konfiguration des ONTAP NFS Name Service Switch
ONTAP speichert Konfigurationsinformationen für den Namensdienst in einer Tabelle, die der /etc/nsswitch.conf Datei auf UNIX-Systemen entspricht. Die Funktion dieser Tabelle und die Nutzung durch ONTAP sind zu verstehen, damit eine angemessene Konfiguration für die jeweilige Umgebung möglich ist.
Die ONTAP Name Service Switch-Tabelle legt fest, welche Namensdienstquellen ONTAP in welcher Reihenfolge abruft, um Informationen für einen bestimmten Typ von Namensdienstinformationen zu erhalten. ONTAP führt für jede SVM eine separate Name Service Switch-Tabelle.
Datenbanktypen
Die Tabelle speichert eine separate Namensdienstliste für jeden der folgenden Datenbanktypen:
| Datenbanktyp | Definiert Namensdienstquellen für… | Gültige Quellen sind… |
|---|---|---|
Hosts |
Umwandlung von Hostnamen in IP-Adressen |
Dateien, DNS |
Gruppe |
Benutzergruppeninformationen abrufen |
Dateien, NIS, LDAP |
passwd |
Benutzerinformationen abrufen |
Dateien, NIS, LDAP |
Netgroup |
Netgroup-Informationen nachschlagen |
Dateien, NIS, LDAP |
Namenszuordnung |
Zuordnung von Benutzernamen |
Dateien, LDAP |
Quellentypen
Die Quellen geben an, welche Namensdienstquelle für das Abrufen der entsprechenden Informationen verwendet wird.
| Quelltyp angeben… | Informationen können nachgeschlagen werden in… | Verwaltet von den Kommandofamilien… |
|---|---|---|
Dateien |
Lokale Quelldateien |
|
nis |
Externe NIS-Server wie in der NIS-Domänenkonfiguration der SVM angegeben |
|
LDAP |
Externe LDAP-Server, wie in der LDAP-Client-Konfiguration der SVM angegeben |
|
DNS |
Externe DNS-Server wie in der DNS-Konfiguration der SVM angegeben |
|
Auch wenn geplant ist, NIS oder LDAP sowohl für den Datenzugriff als auch für die SVM-Administrationsauthentifizierung zu verwenden, sollten `files`lokale Benutzer dennoch als Fallback einbezogen und konfiguriert werden, falls die NIS- oder LDAP-Authentifizierung fehlschlägt.
Protokolle für den Zugriff auf externe Quellen
Für den Zugriff auf die Server externer Quellen verwendet ONTAP die folgenden Protokolle:
| Externe Namensdienstquelle | Für den Zugriff verwendetes Protokoll |
|---|---|
NIS |
UDP |
DNS |
UDP |
LDAP |
TCP |
Das folgende Beispiel zeigt die Konfiguration des Namensdienstschalters für die SVM svm_1:
cluster1::*> vserver services name-service ns-switch show -vserver svm_1
Source
Vserver Database Order
--------------- ------------ ---------
svm_1 hosts files,
dns
svm_1 group files
svm_1 passwd files
svm_1 netgroup nis,
files
Um IP-Adressen für Hosts zu ermitteln, konsultiert ONTAP zunächst lokale Quelldateien. Falls die Abfrage keine Ergebnisse liefert, werden anschließend die DNS-Server überprüft.
Um Benutzer- oder Gruppeninformationen abzurufen, konsultiert ONTAP ausschließlich lokale Quelldateien. Liefert die Abfrage keine Ergebnisse, schlägt die Suche fehl.
Um Informationen zu Netzgruppen abzurufen, konsultiert ONTAP zunächst externe NIS-Server. Falls die Abfrage keine Ergebnisse liefert, wird anschließend die lokale Netzgruppendatei überprüft.
Für die SVM svm_1 sind in der Tabelle keine Namensdiensteinträge für die Namenszuordnung vorhanden. Daher konsultiert ONTAP standardmäßig nur lokale Quelldateien.
"NetApp Technischer Bericht 4668: Name Services Best Practices-Leitfaden"